Bundesverband Selbstverteidigung
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Schnell und falsch oder langsam und richtig?

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Auf jedem Lehrgang sehe ich immer den gleichen Fehler von Teilnehmern: Es wird eine Technik gezeigt, und der Teilnehmer versucht, die Technik mit der gleichen Geschwindigkeit nachzumachen. Resultat: Sehr oft funktioniert es nicht!

 

"Langsamer" ist dann immer meine Antwort. Wir tendieren leider immer dazu, Dinge schnell auszuführen und erledigen zu wollen, oft auch deshalb, weil die Begeisterung über den Erfolg der gezeigten Technik noch im Kopf ist.

 

Die beste Art, Techniken zu üben ist, jede einzelne Technik langsam und in Teilen durchzuführen. Erst wenn diese in langsamen Zügen klappt, kann man die Geschwindigkeit des Angriffs und der Verteidigung erhöhen. Klappt auch dies, sollte man die Übung mit geschlossenen Augen erst langsam, dann schneller praktizieren.

 

Hierbei ist es auch sinnvoll, sich empathisch an die einzelnen Techniken und Druckpunkte heran zuarbeiten. Es bringt überhaupt nichts, wenn der Partner schreiend oder gar verletzt am Boden liegt und fortan keinen Bock mehr zum Üben hat.

 

Letztendlich ist es nun auch noch die Automatisierung / Konditionierung, d.h., die Übungen zur Vollendung zu bringen, indem man sie ohne Überlegung und nur aus dem Unterbewusstsein durchführen kann.

 

Bei dem einen Teilnehmer sind es 50 Mal, beim anderen 200 Mal bis die Übung unbewusst abgerufen werden kann.

 

 

Was ebenfalls die Konditionierung beinhaltet, ist die Kontinuität. Studien haben belegt, dass man trainierte Techniken zu 90% in den ersten drei Tagen wieder verlernt, wenn man sie nicht weiter studiert.

Keine Angst, Du musst nicht 7 tage die Woche auf der Matte stehen. Auch hier gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, dass das autodidakte Lernen den gleichen Effekt erzielen kann. Hast du Bilderbücher oder Filmaufnahmen der erlernbaren Techniken, dann reichen zwei Trainingseinheiten in der Woche, wenn du dir noch an ein oder zwei Tagen die Techniken jeweils im Buch oder auf der DVD anschaust. Auch dies trägt zur Konditionierung bei.

 

Fazit: "Weniger ist manchmal mehr"!

 

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